Repräsentative Studie zum Verhältnis zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden

Zürich, 12. Dezember 2017 — Wie viel Nähe oder Distanz zum Chef wünschen sich Arbeit­nehmende, und wie viel davon trägt zu einem guten Arbeitsver­hältnis bei? Sollten Vorge­setzte Facebook-Freunde werden? Wie steht es um das Offline-Networking, etwa beim klassischen Feier­abend-Bier? Wer will am Weihnacht­sessen neben dem Chef oder der Chefin sitzen – oder eben gerade nicht? Eine repräsen­tative Studie des beruflichen Online-Netzwerks XING zum Thema Nähe und Distanz zu Vorge­setzten liefert Antworten.

 

Im Auftrag von XING Schweiz hat das Markt- und Meinungs­forschung­sun­ternehmen Marketagent.com rund tausend beruf­stätige Personen in der Deutschschweiz zur Beziehung mit ihren Kollegen und Vorge­setzten befragt – mit inter­es­santen Ergeb­nissen:

Vernetzt mit dem Vorge­setzten? 
Knapp jeder Zweite vernetzt sich mit seinem Chef oder seiner Chefin auf Social Media, die andere Hälfte (52 Prozent) tut es bewusst nicht, wobei hier der Anteil der Frauen mit 57 Prozent deutlich höher liegt, als bei den Männern (48 Prozent). Ein inter­es­santer Aspekt: Je höher das Einkommen, desto eher vernetzen sich die Befragten mit ihren Vorge­setzten. So sind 39 Prozent der einkom­mensstärksten Gruppe mit ihrem Vorge­setzten über berufliche Netzwerke wie XING verbunden und nur 19 Prozent über private Netzwerke wie Facebook. Einkom­menss­chwächere Teilnehmer hingegen verbinden sich zu 13 Prozent über berufliche Netzwerke mit Vorge­setzten, halten aber zu 28 Prozent Kontakt über die privaten sozialen Netzwerke.

Vier von fünf verbinden sich mit Arbeit­skol­legen
Berufliche Kontakte werden über den Arbeit­splatz hinaus gepflegt: 80 Prozent der Beruf­stätigen vernetzen sich über Social Media mit ihren Arbeit­skol­legen. Die Nutzung beruflicher Online-Netzwerke zur Kontak­tpflege mit Kollegen ist bei Männern mit 37 Prozent stärker ausgeprägt. Bei den Frauen sind es lediglich 22 Prozent. Dafür nutzt das weibliche Geschlecht zu diesem Zweck deutlich häufiger als Männer Netzwerke wie Facebook oder Instagram. Zudem ist die Vernetzung mit Arbeit­skol­legen über berufliche Online-Netzwerke bei Teilzei­tangestellten deutlich tiefer (19 Prozent) als bei Vollzei­tangestellten (34 Prozent). Hierin liegt viel Potenzial, denn gerade Teilzeitar­bei­tende können, wenn es um neue Arbeitsmöglichkeiten geht, von einer guten Vernetzung besonders profi­tieren.

Bitte kein Bier mit dem Boss – Berner halten sich zurück
Etwas weniger als die Hälfte der Deutschschweizer Arbeit­nehmenden (42 Prozent) gehen zumindest gelegentlich mit dem Vorge­setzten ausserhalb der Arbeit etwas trinken. Einem Feier­abendbier mit dem Chef oder der Chefin am meisten aufgeschlossen sind dabei Ostschweizer Beruf­stätige mit 47 Prozent. Deutlich reservierter sind dagegen Arbeit­nehmende in der Region Bern. Mit 35 Prozent bilden sie das Schlus­slicht. 28 Prozent der Befragten aus der Haupt­stadtregion sagen sogar, dass sie ausserhalb der Arbeit selbst dann nicht mit ihrem Vorge­setzten etwas trinken gehen würden, wenn sie die Gelegenheit dazu hätten.

Weihnacht­sessen – jeder Vierte will neben dem Vorge­setzten sitzen
Das Weihnacht­sessen steht vor der Tür – eine wunderbare Gelegenheit, ein informelles Jahresab­schlussge­spräch mit dem Chef zu führen. Doch wer nutzt diese Chance wirklich? Von den Befragten würde sich rund jeder Vierte (26 Prozent) an einem Firme­nessen bewusst neben den Chef setzen, falls es die Gelegenheit gäbe. Etwas stärker um den Kontakt bemüht sind dabei die Männer mit 28 Prozent. Bei den Frauen sind es 25 Prozent. Einen Einfluss hat möglicher­weise auch das Karriere-Timing. Bei den 35 bis 39-Jährigen ist der Anteil derer, die sich bewusst neben den Vorge­setzten setzen würden mit 34 Prozent jeden­falls auffallend hoch. Die Nähe zum Chef aktiv vermeiden würden übrigens nur 12 Prozent aller Befragten.

Über die Studie
Die Befragung wurde 2017 vom Markt- und Meinungs­forschung­sun­ternehmen Marketagent.com im Auftrag von XING Schweiz mittels Computer Assisted Web Inter­views (CAWI) durchge­führt. Befragt wurden n=1’003 beruf­stätige und web-aktive Personen in der Deutschschweiz im Alter zwischen 18 und 65 Jahren. Die Auswahl der Umfrageteil­nehmer erfolgte über ein quotenges­teuertes Zufallsver­fahren. Die Resultate der Studie sind für Beruf­stätige in der Deutschschweiz repräsen­tativ.

 

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