Hunde am Arbeitsplatz: Das sagen die Schweizer

Zürich, 23. Juni 2016 – In immer mehr Unternehmen dürfen Hunde mit an den Arbeit­splatz gebracht werden. Während dies für Hunde­halter eine wichtige Anstel­lungs­be­dingung sein kann, sorgen die Haustiere bei den Gegnern für Nasenrümpfen und viel Diskus­sion­sstoff. Anlässlich des morgigen „Nimm-deinen-Hund-mit-zur-Arbeit“-Tages wollte das berufliche Online-Netzwerk XING im Rahmen einer repräsentativen Studie von den Schweiz­erinnen und Schweizern wissen, was sie von den vierbeinigen Kollegen halten.

Im weissen Haus und bei inter­na­tionalen Firmen wie Google und Amazon sind sie ausdrücklich erlaubt. Im Hundeland Schweiz, in dem über eine halbe Million registrierte Hunde leben, heisst mit Nestlé ein erstes Grossun­ternehmen die Vierbeiner am Arbeit­splatz offiziell willkommen. Laut jüngsten Studien erhöhen diese die Arbeitsmoral und reduzieren den Stress. Doch was halten Schweiz­erinnen und Schweizer von dieser Entwicklung? Können Arbeit­geber gar ihre Attraktivität steigern, wenn sie Haustiere am Arbeit­splatz erlauben?

Am 24. Juni ist der offizielle „Nimm-deinen-Hund-mit-zur-Arbeit“-Tag, ins Leben gerufen von der inter­na­tionalen Vereinigung der Tiersitter. XING hat dies zum Anlass genommen, Personen in der Deutschschweiz nach ihrer Meinung zum Thema Hunde am Arbeit­splatz zu befragen. Nachfolgend die wichtigsten Ergeb­nisse der repräsentativen Studie, die das Meinungs­forschung­sun­ternehmen Marke­tagent im Auftrag von XING durchgeführt hat:

  • Jeder 11. Berufstätige in der Deutschschweiz nimmt seinen Hund zumindest gelegentlich mit zur Arbeit.
  • Knapp ein Drittel der Befragten stört sich daran, wenn Kollegen ihren Hund mit zur Arbeit bringen. Jeder Vierte heisst die Vierbeiner hingegen willkommen. Einen deutlichen Unter­schied gibt es zwischen den Geschlechtern: Frauen heissen Büro- Hunde eher willkommen, Männer stören sich eher daran.
  • Hunden am Arbeit­splatz wird eine ganze Reihe von positiven Effekten zugesprochen. So finden 50% der Befragten, dass Hunde die soziale Gemein­schaft unter Kollegen stärken können. Zudem fördern Hunde die Bewegung (finden 50%), senken das Stresslevel (finden 44%) und spenden Trost (finden 44%).
  • Bedenken gibt es in olfak­torischer Hinsicht. Zu Deutsch: 29% der Befragten finden, dass Hunde stinken.
  • Dass Hunde von der Arbeit abhalten, sagen 26%. 13% finden hingegen, dass Hunde die Produktivität sogar steigern.
  • Mehr als ein Drittel der Befragten sagt, dass Arbeit­geber ihre Attraktivität erhöhen, wenn sie Haustiere am Arbeit­splatz erlauben. 16% finden, dass Unternehmen damit weniger attraktiv werden. Tolerante Arbeit­geber haben vor allem bei den Frauen die Schnauze vorn: 45% der weiblichen Befragten finden Arbeit­geber mit einem Herz für Haustiere attrak­tiver.
  • Dass Frauen und Männer zum Thema Hund am Arbeit­splatz unter­schiedliche Meinungen haben, mag auch daran liegen, dass es Männern um die Vierbeiner nicht immer ganz wohl ist. Jeder Zehnte gibt an, Angst vor Hunden zu haben. Bei den Frauen sind es nur 7%.

Die Möglichkeit, den eigenen Hund zur Arbeit mitbringen zu können, ist eines von vielen Bedürfnissen, die heute an Arbeit­geber herange­tragen werden. Weitere Bedürfnisse sind die Möglichkeit, von zuhause aus zu arbeiten oder das Vorhan­densein von Angeboten zur Kinder­be­treuung. XING Schweiz Geschäftsführer René Maeder sieht darin einen allge­meinen Trend: „Anstelle der reinen Lohnhöhe oder Zusat­zleis­tungen wie Firmen­wagen und Diensthandy, zählen bei der Stellen­suche immer öfter Kriterien, die es Arbeit­nehmern erlauben, Arbeit und Leben optimal in Einklang zu bringen. Unter dem Stichwort New Work fördert XING aktiv die Entwicklung einer Arbeitswelt, die den sich wandelnden Bedürfnissen besser Rechnung trägt.“

Als einzige Plattform in der Schweiz ermöglicht der XING Stellen­markt die gezielte Stellen­suche anhand von „New Work“-Kriterien wie familien­fre­undliche Anstel­lungs­be­din­gungen, Home Office – oder eben, ob der Hund mit ins Büro kommen darf. Aktuell bietet der XING Stellen­markt über 320 Jobs bei hunde­fre­undlichen Schweizer Arbeit­gebern.

Zum Studi­en­design

Befragt wurden 501 Personen aus der Deutschschweiz im Alter von 14–65 Jahren mittels Online-Inter­views. Die Befragung wurde im Zeitraum vom 1.6.2016 bis 8.6.2016 vom Markt- und Meinungs­forschung­sun­ternehmen Marke­tagent basierend auf einer quotenges­teuerten Zufallsstich­probe durchgeführt.

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